Reisen in Kambodscha und Angkor Wat

Unser Erfahrungsbericht zu Reisen in Kambodscha und Angkor Wat.

Eine Reise nach Kambodscha und Angkor Wat

Beeindruckend, spektakulär und voll. Leider ist Angkor Wat und Siem Reap ein absoluter Touristen-Ort geworden.

Kambodscha grenzt an Thailand, Laos, Vietnam und an den indischen Ozean. Traurige Berühmtheit erlangte das arme Land durch einen unglaublich brutalen Diktator. Als er an die Macht kam, ließ er sofort alle Städte räumen. Die Menschen wurden auf die Dörfer und Felder zum Arbeiten geschickt. Die Produktionsanlagen und Maschinen welche das Land besaß, wurden zerstört sowie Intellektuelle im ganzen Land hingerichtet. Durch dieses brutale Vorgehen wurden viele Familien getrennt und ca. 500.000 Menschen fanden in dieser Zeit den Tod.

Was ich nicht wusste, ist, dass Kambodscha heute ein Königreich ist. Dies habe ich erst gesehen, als ich den Visumsstempel in meinem Pass genauer betrachtet habe. Es war recht amüsant, dass auch die Kambodschaner selbst mir nicht sagen konnten seit wann es denn eigentlich ein Königreich ist.

Wofür steht Kambodscha heute? Wunderschöne Inseln im Süden des Landes und natürlich Angkor Wat. Schon vor Jahren hatte ein Freund von mir davon geschwärmt. Die größte Tempelanlage der Welt mitten im kambodschanischen Dschungel. Genau das was ich sehen wollte. Ich bin ja ein spiritueller Mensch und deswegen haben mich solche Bauwerke, Tempel und Pyramiden schon immer fasziniert. Es hat natürlich auch etwas sehr mystisches. Wie konnten die Menschen früher mit den einfachen Mitteln die sie hatten etwas so tolles und großes erbauen? Und auch wenn ich bereits zahlreiche Male in Südostasien war, Angkor Wat war immer noch ein weißer Fleck auf meiner Urlaubskarte. Also, nichts wie hin.

Unsere Stationen

Auch wenn es mit Philip und Dennis etwas länger gedauert und mich einiges an Überzeugungskraft gekostet hat, am Ende glaube ich hat allen der Trip Spaß gemacht und war definitiv eins der Highlights unserer Tour.

Wir wollten aufgrund des kurzen Urlaubs eigentlich nur Angkor Wat sehen. Die Stationen waren entsprechend: Start auf Koh Chang, von dort aus Richtung Osten über die Grenze nach Kambodscha und weiter bis Siem Reap, dort zwei Nächte übernachten und wieder zurück nach Bangkok, um uns dort mit einem Freund zu treffen. Schau dir gerne unsere Vorbereitungstipps an.

Die Anreise nach Angkor Wat

Wir sind auf Koh Chang gestartet. Da es eher eine spontane Idee war, sind wir einfach am Tag vor der Abreise in ein paar „Reisebüros“ gegangen, um uns zu erkundigen wie wir denn dort am besten hinkämen. Es gibt drei verschiedene Angebote die auch drei verschiedene Preise hatten. Eins war mit einem Minibus bis zur Grenze und nach der Grenze weiter mit dem Minibus, ein weiteres war mit dem Minibus zur Grenze und von dort mit einem Reisebus weiter oder als dritte Alternative mit einem Minibus bis zur Grenze und von dort mit einem Auto weiter bis Siem Reap. Leider weiß ich bis heute nicht was wir dort eigentlich gebucht haben. Und das hat am Ende auch überhaupt keinen Unterschied gemacht. Also als Tipp: Kauf Dir einfach das günstigste Ticket und versuch vor Ort mit dem besten mitzufahren was Du kriegen kannst, aber dazu später mehr.

Wir hatten nun eine Tour gebucht und sind morgens früh um 07:00 mit einem Minibus vom Hotel zum Pier, wo die erste Fähre bereits auf uns gewartet hat. Bereits im Bus von den Hotels haben wir zwei nette Deutsche und ein französischsprachiges Paar kennengelernt. Alle vier hatten ebenfalls das Ziel Siem Reap.

Zunächst ging es im Minibus einige Stunden Richtung Osten bis zur Grenze. Der Minibus war nicht wirklich bequem, aber es war ja auch kein Reisebus. Kurz vor der Grenze sind wir in einem Restaurant abgesetzt worden. Hier konnten wir das Visum für Kambodscha beantragen. In der Wartehalle hatten es sich schon einige Touristen bequem gemacht und aßen gebratene Nudeln oder Reis mit Hühnchen.

Wir gaben unsere Pässe und jeweils 1.500 THB an einen der netten Mitarbeiter und er kümmerte sich um den Rest. Selbst ein Foto brauchten wir nicht. Für 100 THB kopierten sie einfach unser Reisepassfoto.

Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten, ging es recht schnell weiter. Mit dem Minibus fuhren wir weiter zu einer Bank direkt vor der thailändisch-kambodschanischen Grenze. Unser netter Führer erklärte uns, dass wir nun ausreichend Bargeld abholen sollten, denn die Einfuhr von Devisen nach Kambodscha sei beschränkt und es sei sehr schwer an Bargeld heranzukommen. Er empfahl uns außerdem in Kambodscha in US-Dollar zu wechseln denn quasi alles wird dort in der Weltwährung bezahlt.

 

Also hoben wir ausreichend Bargeld ab und begaben uns mit der ganzen Gruppe aus unserem Minibus in Richtung Grenze. Unser Führer hat als Kambodschaner einen anderen Durchgang gewählt und teilte uns mit, dass er auf der anderen Seite auf uns warten würde. Es war auch recht unkompliziert aus Thailand auszureisen. Im Grenzgebiet hinter der thailändischen Grenze mit unseren schweren Rucksäcken auf dem Rücken, wurde uns erst bewusst wie verdammt heiß es dort eigentlich war. In dem klimatisierten Minibus und der „Visastelle/Restaurant“ hatten wir das gar nicht so bemerkt.

Im Grenzgebiet zwischen Thailand und Kambodscha trafen wir wieder auf den Reiseführer. Gemeinsam mit ihm gingen wir zu der Warteschlange wo wir den Einreisestempel für Kambodscha bekommen hätten. Und dieser Raum sah nicht schön aus. Ungefähr 100 Menschen standen in zwei bis drei Reihen an, um an den Einreisestempel zu bekommen. Der Raum war nicht klimatisiert und die Sonne schien heftig auf das Wellblechdach, was den ganzen Raum sehr unattraktiv aussehen ließ. Wenn wir uns jetzt anstellen, dauert es ca. 45 Minuten meinte unser Führer. Allerdings gäbe es natürlich auch die Möglichkeit einem guten Freund in Uniform, der zufällig in diesem Moment zu uns kam, jeweils 200 THB und unsere Reisepässe zu geben. Dann könnten wir an der Schlange vorbei gehen, in dem Wartebereich eine Cola trinken und er bringt uns die Reisepässe mit Stempel dorthin.

Die Idee gefiel uns fünf deutschen ziemlich gut. Da 200 THB (ca. 5 EUR) nicht die Welt sind, entschieden wir uns das Angebot anzunehmen und lieber im Kühlen eine Cola oder ein kambodschanisches Bier zu trinken, anstatt dort anzustehen. Das französische Paar hat sich dagegen entschieden und stellte sich lieber an, um den Stempel auf herkömmliche Weise zu bekommen.

Wir gingen also an der wartenden Menge vorbei, setzten uns in den Schatten und warteten ca. 15 Minuten bis der nette Mann in Uniform uns die Pässe wiedergab. Es hatte alles wunderbar geklappt. Nun ging es weiter mit einem Minibus. Leider fuhr uns dieser nur wenige hundert Meter zu einer Busstation. Dort stiegen wir wieder aus. Das witzige war, dass die beiden anderen deutschen zwar gar nicht die gleiche Option wie wir gebucht hatten, die wir hatten aber das interessierte auf einmal keinen mehr. Wir standen nun in einer Busstation in Kambodscha und hätten für weitere 250 THB den nächsten Minibus nach Siem Reap nehmen können oder einfach warten auf… Auf was eigentlich? Den Minibus den wir eh bestellt hatten? Naja, wie gesagt wir wussten ja selber gar nicht genau was wir eigentlich gebucht hatten und eigentlich ging es den anderen beiden genauso.

Allerdings wurde uns dies in dem Moment zu viel. Die Jungs waren ja sehr nett aber durch die Aktion an der Grenze haben sie genau gemerkt, dass wir bereit sind mehr Geld zu bezahlen. Also versuchten sie hier erneut ihr Glück. Wir lehnten das Angebot dankend ab und sagten, dass wir dann auf den nächsten Minibus oder was auch immer wir gebucht haben warten.

Und dann wurde es interessant. 15 Minuten nachdem wir dies klar geäußert hatten, kam unser Führer und brachte uns zu einem Minibus der direkt hinter der Ecke geparkt hatte. „Super“ dachten wir, einen Minibus mit fünf Personen ist doch super. Also alles richtig gebucht. Wir stiegen ein, um allerdings wiederum nur fünf Minuten zu fahren. Dort wurden wir gebeten in einen Reisebus zu steigen. Ich bin mir sicher dies hatten wir nicht gebucht, aber so langsam wollten wir auch ankommen und der Fahrer hat uns ja eh nicht verstanden. Außerdem fand ich den Reisebus mit fünf Leuten auf jeden Fall bequemer als einen vollen Minibus. Und „schon“ ging es los. Ich glaube dieser Fahrer war der langsamste Fahrer den die Welt je gesehen hat. Er fuhr tatsächlich Strich 40 und hielt ständig an. Entweder wurden Dinge in den Bus geladen oder Passagiere stiegen dazu und wieder aus.

Der Knüller war allerdings die Frau des Fahrers. Sie schrie in einer Tour. Ich dachte tatsächlich die sei am Telefon mit jemandem am Streiten. Aber nach eineinhalb Stunden habe ich gesehen, dass sie gar kein Telefon hatte sondern einfach nur auf den Fahrer anschrie, der die ganze Fahrt über keinen Kommentar dazu abgab. Eine sehr skurrile Situation.

Unsere erste Pause zum Austreten hatten wir bei einem kleinen Laden (wo auch sonst?). Dort sollten wir etwas kaufen, bevor es weiterging. Leider hatte keiner von uns wirklich Durst oder Hunger. Irgendwann erbarmte ich mich und kaufte wenigstens ein Eis, damit wir die Fahrt fortsetzen konnten. Und just in dem Moment wo wir wieder in den Reisebus steigen wollten, kam ein Minibus vorgefahren. Darin saß unter einigen anderen Mitfahrern das französische Paar. Sie hatten uns also eingeholt und wir wussten auch, dass die Fahrt mit dem Minibus wesentlich schneller sein würde als mit unserem schleichenden Reisebusfahrer. Da hatten wir uns wohl verzockt und hatten jeder 5 EUR bezahlt, um später im Hotel zu sein. Naja, Lehrgeld muss man halt manchmal tatsächlich zahlen.

Die Fahrt dauerte ewig und auch wenn wir auf der Fahrt zu fünft sehr viel Spaß hatten, wollten wir dann doch gegen 21:00 im Hotel ankommen. Aber der Fahrer ließ sich wirklich Zeit. Einmal blieb er auch einfach mal 20 Minuten stehen und wartete auf einige Fahrgäste die sich scheinbar verspäteten. Auf jeden Fall war die Fahrt ein sehr schönes Erlebnis und gab einen guten Eindruck von der Kultur des Landes. Da wir von Thailand, dem Land des Lächelns kamen, war Kambodscha für uns ein kleiner Kulturschock mit dem wir vorher gar nicht gerechnet hatten.

Aber gegen 22:00 erreichten wir tatsächlich Siem Reap. Leider wurden wir nicht vor unserem Hotel rausgelassen, sondern bei einem kleinen Busbahnhof wo außer 4 Tuk-Tuks nichts mehr los war. Mit Gepäck und hundemüde ließen wir uns auf den Fahrpreis von 200 THB pro Person ein. Auch wenn dies natürlich ein überteuerter Preis ist, aber eine wirkliche Alternative hatten wir da nicht. In solchen Situationen sitzt Du als Reisender leider immer am kürzeren Hebel.

Der Fahrer hat uns auch sehr gut bis ins Hotel gefahren. Also das hat auf jeden Fall geklappt.

Bereits einige Tage vor der Reise haben wir über Booking.com unsere Unterkunft gebucht. Wir entschieden uns für das Golden Mango Inn. Im Nachhinein war das auch eine sehr gute Entscheidung. Die Zimmer waren sauber, die Lage gut und das Person wirklich sehr freundlich.
Also viel Auswahl bezüglich des Verkehrsmittels hast Du in Siem Reap nicht. Eigentlich gibt es Fahrräder, Motorräder oder Tuk-Tuks. Unsere Empfehlung lautet klar, dass Du Dir ein Tuk-Tuk nehmen solltest. Wenn du eh planst am nächsten Tag nach Angkor Wat zu fahren, kannst Du einen Deal aushandeln. Der Tuk-Tuk-Fahrer wird Euch abends umsonst fahren, wenn Ihr ihn am nächsten Tag für die Angkor-Tour bucht. Diese kostet den ganzen Tag 15 USD-Dollar und ist auf jeden Fall sinnvoll. Leider kann ich nicht sagen, ob es günstigere Varianten gibt, aber es war auf jeden Fall bequem und wir würden es genauso wieder buchen.

Angkor Wat

Nach einem lustigen Abend und einem netten Abendessen auf der Straße, sind wir recht frühzeitig wieder ins Hotel gefahren. Am nächsten Morgen wollten wir ja immerhin früh nach Angkor Wat und uns den heiligen Ort ansehen. Wir hatten mit dem Taxifahrer ausgemacht, dass er uns um 07:00 vom Hotel abholt. Nach einem kleinen Frühstück haben wir uns dann in Richtung Angkor Wat aufgemacht. Es ist nur eine kurze Fahrt vom Stadtzentrum zu dem Eingang des Tempels. Der Eintritt kostet 20 USD-Dollar und es war wirklich sehr viel los. Unser Fahrer Jo, hat uns direkt an den Eingang gefahren. Von dort aus sind wir zunächst in den ersten Tempel gegangen. Es ist schon unglaublich wie viele Menschen dort sind. Leider ist Angkor Wat kein Geheimtipp mehr, sondern touristisch total erschlossen.

Es gibt verschiedene Routen, die Du bei Deinem Besuch in Angkor Wat „buchen“ kannst. „Buchen“ heißt in diesem Fall Du sagst Deinem Tuk-Tuk-Fahrer was Du sehen möchtest und er fährt Dich dorthin. Wir haben uns für die kleine Tour entschieden, die für einen Tag auch vollkommen ausreichend ist.

Die wohl bekanntesten und meist besuchten Tempel sind mit Sicherheit Angkor Wat und Angkor Thom. Dies ist auch die Tour, die wir ausgewählt haben. Da wir auch nur einen Tag eingeplant hatten, um die Tempelanlage zu besuchen reichte die kleine Tour. Sie beinhaltet folgende Stationen:

Angkor Wat

Angkor Wat ist der wohl bekannteste Tempel und Namensgeber der gesamten Anlage. Die Anlage wurde durch Suryavarman II erbaut. Vom 9. bis 16. Jahrhundert waren die einzelnen Tempel über ein Bewässerungssystem miteinander verbunden. Dies diente insbesondere dem Reisbau und bildete nach Schätzungen die Lebensgrundlage für ca. 1 Millionen Menschen.

Angkor wurde im 12. Jahrhundert erbaut und stellt einen Tempelberg dar, welcher zu Ehren der Schutzgottheit Vishnu erbaut worden ist. Nachdem sich die Theravada-Buddhisten in dieser Region durchsetzen konnten, nutzten die Khmer Angkor Wat als buddhistischen Schrein. Die Anlage ist umgeben von einem Wall mit einer Länge von 1300 mal 1500 Metern.

Nach dem aktuellen Stand der Forschung stellt Angkor eine Miniatur des Weltalls dar. Der 55 Meter Hohe Turm in der Mitte Angkors symbolisiert den Berg Meru in der hinduistischen Religion. Die darum stehenden Türme stehen für die umliegenden Gipfel, die niedrigeren Türme symbolisieren die umliegenden Gipfel. Zudem gibt es tiefer gelegte Innenhöfe, welche die Kontinente repräsentieren und der Wassergraben über den Du laufen musst, symbolisiert den Ozean. Die Brücke mit der Du diesen Graben überquerst, bringt Dich zu dem Wohnsitz der Götter – Angkor.

Angkor Thom

Seit Ende des 12. Jahrhunderts war Angkor Thom die Hauptstadt des Khmer-Reichs. Bis dahin wurden die Standorte immer vom König gewählt. Erst im Jahre 1181 entschied Jayavarman VII bei seiner Thronbesteigung Angkor Thom als festen Regierungssitz für die Könige zu wählen und ließ die „große Hauptstadt“ wie sie wörtlich übersetzt heißt, errichten. Die Stadt ist quadratisch angelegt und ca. neun Quadratkilometer groß. Die Stadt ist von einer hohen Mauer und einem ca. 100 Meter breiten Wassergraben umgeben. Im Zentrum der Anlage steht der berühmte Tempel Bayon. Angkor Thom wird durch ein Straßenkreuz in vier gleichgroße Quadrate geteilt. Die Straßenzüge beginnen jeweils am mittigen Torturm der Stadtmauer und enden im Zentrum bei dem Turm Bayon.

Ta Prohm – Der Tomb Raider-Tempel

In Ta Prohm gibt es wohl eins der bekanntesten Angkor-Schnappschüsse zu schießen. Der Baum der im Lauf der Zeit die Steinmauern überwuchert hat, ist natürlich auch ein Foto wert. Übrigens wurde dies mit Absicht getan, um den Touristen eine genaue Vorstellung zu geben wie die ersten Entdecker dieser Heiligtümer auf Angkor gestoßen sind.

Errichtet wurde der Tempel Ta Prohm Ende des 12. Jahrhunderts ebenfalls von dem großen Khmer-König Jayavarman VII. Diese Anlage wurde zu Ehren seiner Mutter erbaut, welche als „Mutter aller Buddhas aller Zeiten“ verehrt wurde. Der eigentliche Tempel ist nur ca. einen Hektar groß und ist genau wie Bayon mit schönen Reliefs und Figuren aus Stein verziert worden. In den Höfen und schmalen Korridoren gibt es unglaublich viele Details, die an sowohl auf die buddhistische als auch hinduistische Mythologie hinweisen.

Besondere Berühmtheit erlangte diese Anlage durch den Film „Lara Croft – Tomb Raider.“ Denn hier wurden einige Teile des Films gedreht. Für die Tempelanlage war es natürlich eine unglaubliche Publicity und bei den Fahrern ist Ta Prohm auch nur noch als Tomb-Raider-Tempel bekannt.

Baphuon

Baphuon wurde im 11. Jahrhundert errichtet und liegt in Angkor Thom. Die Erbauung fand bereits vor der Entstehung der Hauptstadt des Angkor-Reichs statt. Bei der Erbauung war der Hinduismus noch immer die dominierende Religion. Somit ist Baphuon als hinduistischer Tempel entstanden. Die Aussicht von dem Tempel auf die Anlage ist überwältigend.

Banteay Kdei

Diese Anlage hat mir ehrlich gesagt am besten gefallen. Denn hier war es nicht so überlaufen wie bei den anderen und dennoch haben wir hier einige schöne Bilder machen können. Die relative Ruhe ist für einen solchen Ort auch wesentlich angebrachter als die Touristen-Massen, die sonst da durch gezogen werden.

Auch diese Anlage wurde von Jayavarman VII zwischen 1181 und 1220 erbaut. Die Anlage ist aufgrund des verwendeten Sandsteins heute sehr brüchig und in einem schlechten Zustand.

Es ist der erste von drei Klosterkomplexen, welche König Jayavarman erbauen ließ.

Fazit:

Angkor ist nicht ohne Grund Weltkulturerbe geworden. Und das was hier vor fast eintausend Jahren mitten im kambodschanischen Dschungel erbaut wurde, sucht weltweit seinesgleichen. Leider ist es inzwischen soweit, dass die Touristenströme immer mehr werden. Und ich bin ja kein großer Fan solcher Sehenswürdigkeiten die so überlaufen sind. Die ganze Atmosphäre eines solchen Ortes geht verloren. Unser Taxifahrer war so nett und hat uns neben den wichtigsten Tempeln auch die ruhigsten gezeigt. Natürlich gibt es ausreichend Gelegenheiten tolle Urlaubsfotos zu machen. Ansonsten ist Angkor Wat leider ein absoluter Touristen-Ort geworden. Ein besonders gutes Beispiel ist der Sonnenuntergang. Wir sind zu einer Anlage gefahren wo der Sonnenuntergang besonders schön sein soll. Allerdings war hier die Hölle los. Um auf den Tempel zu kommen, hätten wir ca. 45 Minuten anstehen müssen. Es hat mich gewundert, dass einige Menschen dennoch anstanden, denn es war offensichtlich, dass sie es vor Sonnenuntergang nicht schaffen würden. Und im Dunkeln ist die Aussicht nicht mehr so gut 😉

Zunächst haben wir uns auf eine Aussichtsplattform gestellt von wo aus wir den Sonnenuntergang ebenfalls sehen konnten. Aber auch das wurde nach ein paar Minuten langweilig und wir entschließen uns das Unternehmen abzubrechen. Wir kamen wir uns eher wie Lemminge vor, die schnell noch ein Foto vom Sonnenuntergang machen wollen.

Wenn Du tatsächlich in Ruhe ein solches Ereignis erleben möchtest, fahr morgens zum Sonnenaufgang. Ein Deutscher im Hotel schwärmte davon und sagte, dass es sich auf jeden Fall gelohnt habe und wesentlich weniger Menschen dagewesen seien.

Naja, abends haben wir noch einmal in die Stadt gefahren um kambodschanisch zu essen.

Da uns das ganze hin und her auf der Hinfahrt zu viel war, haben wir uns entschieden mit einem privaten Fahrer zurück nach Bangkok zu fahren.

Die ganze Fahrt von Siem Reap bis zu unserem Hotel in Bangkok hat uns 143 US-Dollar gekostet. Das war schon ein sehr guter Deal wenn man bedenkt, dass wir auch mit dem Bus pro Person mind. 15 Dollar bezahlt hätten. Wer also ein wenig Geld hat und lieber entspannt reist, sollte sich dies sehr gut überlegen. Gebucht haben wir das bei den beiden netten Jungs an der Hotel-Rezeption. Hierdurch haben wir uns den ganzen Stress mit Minibus und Gruppe vollkriegen, Pause hier und Pause da gespart. Es war wirklich angenehm.

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Jens und Dennis

Hallo zusammen, schön, dass du da bist. Wir sind Jens und Dennis. Mit Kompass und Gabel in der Hand reisen wir durch fremde Länder und haben stets unsere Gabel in fremd und exotisch wirkenden Kochtöpfen. Komm doch einfach mit uns zusammen auf Tour. Blicke in unsere Berichte und Reportagen. Mehr über uns.

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1 Kommentar

  1. Dachpappe

    Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! 🙂

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