Unterwegs in Südkorea und Seoul

Erfahrungsbericht und Tipps zu Reisen in Südkorea und Soul.

Erfahrungsbericht zu Südkorea und Soul.

Eine spannende Kultur, leckeres Essen und sehr nette und offene Menschen erwarten Dich in Südkorea.

Einleitung

Im Rahmen meines Studiums hatte ich die außergewöhnliche Gelegenheit in Seoul, Südkorea an der größten Frauen-Universität der Welt zu studieren. Und es gibt ja nun mal einmalige Angebote im Leben die man(n) einfach nicht ausschlagen kann.

Da ich insgesamt über 10 Monate in Südkorea gelebt und studiert habe, würde dieser Bericht Dich wahrscheinlich unglaublich langweilen. Natürlich habe ich sehr viel erlebt und insbesondere auch meine kulturellen Eindrücke möchte ich hier sehr gerne mit Dir teilen. Um Dir das Lesen aber etwas zu erleichtern, beschränke ich mich auf einen Urlaubstrip mit meiner Schwester, Mutter und Patentante die mich für zwei Wochen in Südkorea besucht haben. Dies sollte reichen um einen guten Überblick über eine nette Reise zu bekommen.

Zusätzlich gibt es aber einige Berichte zu Kultur, Essen, Business, Geschichte und vieles mehr.

Viel Spaß beim Lesen.

Grundsätzliches zu Südkorea und Seoul

Korea liegt auf der koreanischen Halbinsel die ganz im Norden an China und Russland grenzt. Seit 1953 ist das Land in Nord- und Südkorea getrennt. Diesem ist ein verlustreicher Krieg zwischen Nord- und Südkorea vorangegangen. Beide Länder wurden zunächst durch Diktaturen regiert. Während sich der kommunistische Norden zu wohl einer der bizarrsten Diktaturen der Welt entwickelte, gab es in Südkorea immer wieder Versuche eine Demokratie zu etablieren. Dies blieb allerdings bis 1981 erfolglos. Besonders faszinierend ist die wirtschaftliche Entwicklung, welche das Land in den letzten Jahrzehnten genommen hat. Von einem der ärmsten Länder der Welt hat sich Südkorea zu der 13. größten Weltwirtschaft entwickelt. Eine unglaubliche Leistung für das kleine Land mit den knapp über 50 Mio. Einwohner.

Klima und Wetter

In Südkorea gibt es ebenfalls vier Jahreszeiten. Die beste Reisezeit ist der Herbst. Dann gibt es in Korea viel Sonne, es ist noch relativ warm, wenig Niederschlag und außerdem sind die Baumlandschaften einfach unglaublich. Das ganze Land strahlt in bunten Farben. Insbesondere in Seoul und den zahlreichen Nationalparks ist dies wunderbar anzusehen.

Der Winter der von Ende November bis Ende März geht, kann sehr kalt werden. Die Durchschnittstemperatur liegt bei – 6 Grad und es ist sehr trocken. Das bisschen Regen kommt in dieser Zeit eher als Schnee zur Erde.

Der Frühling beginnt Ende März/Anfang April und ist sehr mild und ebenfalls sehr sonnig. Der Sommer ist durch hohe Temperaturen mit häufig über 30 Grad, aber auch vielen Niederschlägen gekennzeichnet. Für die Subtropeninsel Jeju-Do und den Süden Koreas ist dies die optimale Reisezeit.

14 Tage in Südkorea – die Stationen

Zunächst werden wir einige Tage in Seoul verbringen, anschließend fahren wir in den Seoraksan Nationalpark und auf die Insel Jeju im Süden Südkoreas. Auf diese beiden möchte ich mich auch in diesem Bericht näher eingehen. Eigentlich gehört in diese Reihe auf jeden Fall auch die Stadt Busan im Süden Koreas. Aber leider habe ich persönlich es dort nicht hin geschafft und möchte mir entsprechend eine Bewertung nicht zutrauen.

Die Anreise

Meinen Flug habe ich über Opodo gebucht und bin mit Emirates über Dubai zum Internationalen Flughafen Incheon geflogen. Incheon (ICN) 인천국 ist der größte Flughafen Südkoreas und somit Dreh –und Angelpunkt für Deine Reise.

Von dort aus verkehren regelmäßig Shuttle-Busse in die Innenstadt von Seoul. Ein Taxi lohnt sich eigentlich nicht, da die Busse wirklich sehr schnell sind. Falls Ihr von der Bushaltestelle noch ein Stück zu Eurer Unterkunft habt, nimmst Du lieber dort ein Taxi. Natürlich ist es nicht so leicht die richtige Station herauszusuchen. Fragt also im Vorfeld im Hotel oder in Eurer Unterkunft zu welcher Haltestelle Du fahren sollst und druck Dir die genaue Schreibweise sowohl in koreanischen als auch in lateinischen Buchstaben aus. Mit den koreanischen Buchstaben kannst Du vor Ort Leute um Hilfe bitten. Die Koreaner sind generell sehr hilfsbereit. Die Fahrt in die Innenstadt dauert ca. 1 Stunde.

Wir haben also direkt einen Bus in die Innenstadt genommen.

Zum Glück konnte ich für meine Familie noch zwei Gästezimmer in unserem Wohnheim organisieren. Es gibt zwar sehr schöne Hotels in Seoul, aber für die Organisation und Ausflüge, Verabredungen ist das Wohnen im selben Gebäude natürlich sehr sinnvoll.

Die ersten Tage in Seoul (Tag 1-4)

Das erste was ich mit jedem Gast in Korea gemacht habe, ist Essen gehen. Dies sollte unbedingt das original koreanische BBQ Bulgogi sein.

Dieses Rezept eignet sich wunderbar für das Essen mit mehreren Personen und ist insbesondere für Silvester oder Weihnachten eine wirklich tolle Alternative zu Raclette oder Fondue. Hier gehts zu dem Rezept Bulgogi.

Nach der Ankunft habe ich meine Gäste zunächst ausruhen lassen. Am nächsten Tag wollten wir immerhin Seoul erkunden.

Typisch koreanischer Markt Insadong

Für jeden Touristen in Seoul sollte Insadong auf jeden Fall dazu gehören.

Insadong ist eine Straße mit wirklich tollen originalen Geschäften und ist sehr typisch koreanisch. Auch am Sonntag war ich häufig da, einfach weil die Atmosphäre wirklich toll ist und es einfach ein wirklich tolles Stück Korea widerspiegelt. Die Souvenirläden und sonstigen Geschäfte sind wirklich schön. Insbesondere bei schönem Wetter kannst Du unzählige fliegende Händler beobachten. Ebenso tummeln sich Künstler und zahlreiche Koreaner und Ausländer auf den Straßen. Falls Du Dich nach dem Shoppen aufwärmen möchtest, kannst Du in eins der zahlreichen Restaurants oder Teehäuser besuchen. Diese sind ebenso schön und gemütlich.

Mit der U-Bahn kommst du über die U-Bahn-Station Anguk, die Du über die orangene Linie 3, Ausgang 6 erreichst. Ansonsten mit der dunkelblauen Linie 1, Haltestelle Jonggak – Ausgang 3. Und U-Bahnstation Jongono sam-ga mit der lila Linie 5, Ausgang 5.

 

Und wenn Du bereits in der Gegend bist, solltest Du unbedingt die schönste Toilette Seouls probieren. Die Aussicht ist wirklich sehr schön. Also geh einfach mal im Topcloud auf die Toilette. Die lohnt sich auf jeden Fall 😉

Paläste in Seoul

Zu einem richtigen Urlaub gehört natürlich auch ausreichend Kultur. Und dabei dürfen in Südkorea natürlich Paläste nicht fehlen. Insgesamt gibt es sechs Paläste in Seoul. Als kulturbewusster Tourist, solltest Du Dir natürlich auch den ein oder anderen Palast angucken. Insgesamt sind diese auch ganz nett, aber hier spiegelt sich ebenfalls die lange Armut des Landes wider. Große Reichtümer oder tolle Gebäude suchst Du hier vergebens. Vielmehr zeigt sich hier im Vergleich zu anderen Kulturen die Armut des Landes.

Die Paläste waren nicht nur Wohn- und Regierungssitz der Könige, sondern auch Arbeitsplatz für Minister und hohe Verwaltungsbeamte.

Der erste Palast der 1394 erbaut wurde, hieß Gyeongbokgung, Changdeokgung. 1484 folgte der Palast Changgyeonggung und 1617 folgte Palast Gyeonghuigung.

Auch wenn die Tempel von der Aufmachung her nicht mit dem Petersdom oder dem Buckingham Palace mithalten können, haben sie dennoch ihren Reiz.

Besonders interessant sind die Freiwilligen die sich als Wachen verkleiden und tagsüber vor den Tempeln stehen und „Wache schieben“.

Wohl gemerkt handelt es sich bei den Wachen nur um Freiwillige. Und davon scheint es in Seoul mehr als genug zu geben, denn vor jedem Tempel stehen immer ausreichend Wachen.

Die Wachablösung gibt einen Hauch von Buckingham Palace (obwohl eigentlich eher nicht, trotzdem nett anzuschauen).

Mitten in der Innenstadt gibt es den traditionellen Palast Deoksugung. Besonders auffallend ist hier die Lage inmitten der Innenstadt, umringt von Hochhäusern und dem Lärm der Millionenmetropole Seoul. Dieser Palast erlaubt einige nette Schnappschüsse.

Die nachgestellte Einrichtung zeigt wie bescheiden selbst die Könige damals gelebt haben. Ich denke dies geht einerseits die Lehre von Konfuzius zurück, andererseits kaum Bodenschätze vorhanden waren und Korea auch immer wieder von den Chinesen und Japanern ausgeraubt wurden.

Hier seht Ihr die traditionellen Kimchi-Töpfe. In diesen wird in Korea immer noch häufig das berühmte Nationalgericht hergestellt. Natürlich kannst Du dies aber auch zuhause machen. Hier unser Rezept. Probiere es gerne mal aus.

Anfahrt mit der Metro zu den Palästen in Seoul:

Gyeongbokgung Palast, Metro-Station Gyeongbokgung, Linie 3 (orange) – Ausgang 5, von dort sind es 4 Minuten Laufweg

Changgyeonggung Palast, Metro-Station Hyehwa, Linie 4 (hellblau), Ausgang 4, Fußweg ca. 10 Minuten.

Anfahrt Changdeokgung Palast, Metro-Station Anguk, Linie 3 (orange) – Ausgang 3, Fußweg 5 Minuten.

Deoksugung Palast, Metro-Station City-Hall, Linie 1 (dunkelblau) – Ausgang 2 oder Linie 2 (grün), Ausgang 12.

Unhyeongung Palast, Metro-Station Anguk, Linie 3 (orange), Ausgang 4.

Gyeonghuigung Palast, Metro-Station: Seodaeum, Linie 5 (lila), Ausgang 4. Von dort sind es ca. 7 Minuten Laufweg. Oder Gwanghwamun, Linie 5 (lila) – Ausgang 7, von dort sind es ca. 10 Minuten Laufweg.


World Cup Stadium in Seoul

Falls Du während deines Aufenthalts die Gelegenheit hast ins World-Cup-Stadion zu gehen, solltest Du dir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Dies ist das Stadion in welchem die deutsche Nationalmannschaft 2002 das WM-Endspiel gegen Brasilien verlor. Wenn Du einige Zeit in Seoul bist und Dich für Fußball interessierst, solltest Du das auf jeden Fall auch tun. Das Stadion ist wirklich schön und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Wir waren in unserer Zeit natürlich mehrmals dort. Sowohl bei Ligaspielen des FC Seoul als auch bei Spielen der – roten Teufel – der koreanischen Nationalmannschaft. Diesen Namen haben die Koreaner ihrem Team während der WM 2002 im eigenen Land gegeben, als sie sich sensationell ins Halbfinale gekämpft haben. Da Koreaner bei jeder Sportart in der sie erfolgreich sind sowieso sehr enthusiastisch sind, ist der Fußball natürlich entsprechend wichtig.

Also jeder Fußball-Interessierte sollte sich hier einen Besuch nicht entgehen lassen.

Anfahrt: World Cup Stadium, Linie 6 (braun) – Ausgang 1, 2 oder 3

Museen in Seoul

In Seoul gibt es eine Vielzahl von Museen, die Ihr besuchen könnt. Hierzu zählen das Nationalmuseum, das Nationale Volkskundemuseum, das Nationalmuseum für zeitgenössische Kunst, Kunstgalerie Deoksugung, Moon Shin Museum, Ilmin Kunstmuseum, das koreanische Strickerei Museum. Auch hier haben wir in den nächsten Tagen einige besucht.

 

Ich fand ja das Kriegsmuseum besonders spannend. Insbesondere da in Deutschland sehr viel über den zweiten Weltkrieg und die deutschen Kriege berichtet wird, während die Konflikte in Asien meiner Meinung nach eine sehr untergeordnete Rolle spielen. In diesem Museum findet Ihr die Geschichte der koreanischen Kriege von der Zeit der drei Königreiche bis in die Gegenwart. Und diese waren in sehr vielen Kriegen beteiligt. Insbesondere sind mir hier natürlich die Kriege zwischen Nord- und Südkorea wie auch der Vietnam-Krieg im Gedächtnis geblieben.

Die zahlreichen Panzer, Flugzeuge, Raketen etc. machen diese Ausstellung zu einer sehr besonderen. Einen Abriss der koreanischen Geschichte mit einem Fokus auf den Koreakrieg findest du in einem anderen Kapitel.

Anfahrt: Metro-Station: Samgakji, Linie 4 (hellblau) oder Linie 6 (braun) Ausgang 12

Dieses Museum kann ich Dir neben zahlreichen weiteren auf jeden Fall empfehlen. Diese alle vorzustellen würde allerdings den Rahmen dieses Berichts sprengen und Dennis würde mich wieder fragen wen das eigentlich interessiert 😉

DMZ – Demilitarisierte Zone

Was wäre ein Besuch Berlins ohne die Berliner Mauer gewesen?

Naja, ganz so krass ist es hier nicht, aber historisch natürlich ähnlich relevant und spannend.

Die DMZ liegt nördlich von Seoul und ist ca. 250 km lang und 4 km breit. Du kannst als Ausländer bequem mit dem Zug anreisen. Wenn Du allerdings das berühmte Zimmer, in dem sich die Nord- und Südkoreanischen Soldaten gegenüberstehen, sehen möchtest, dann musst Du Dich vorher anmelden.

Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall und ist ebenfalls quasi Pflicht. Die DMZ teilt Nord- und Südkorea in den kommunistischen Norden und den demokratischen Süden.

Die „normale“ Tour, die sogenannte „Combined Tour“, von „TourDMZ“, beinhaltet drei Stationen.

Der dritte Tunnel: Der wohl bekannteste Tunnel der von Nordkorea gegrabenen Tunnel, ist der dritte Tunnel welcher 1978 entdeckt wurde. Er ist 1.635 Meter lang und 1,95 Meter hoch sowie 2,1 Meter breit. An der tiefsten Stelle ist geht der Tunnel 73 Meter in die Erde. Die verschiedenen Tunnel hatten das Ziel im Falle eines Angriffs Nordkoreas innerhalb sehr kurzer Zeit eine große Anzahl an Soldaten nach Seoul zuschicken. Diesen Tunnel hätten pro Stunde 10.000 Soldaten passieren können, welche innerhalb kurzer Zeit die Hauptstadt Seoul erreicht hätten.

Dora Observatory: Dies ist ein höher gelegener Aussichtspunkt, von wo aus du mit Ferngläsern nach Nordkorea blicken kannst. Mit diesen siehst Du unter anderem das „Propaganda-Dorf“ Gi Jong Dong mit einer 160 Meter hohen nordkoreanischen Flagge. Außerdem die Stadt Gaeseong, welche mittlerweile nach Pjöngjang die zweitgrößte Stadt in Nordkorea ist. Mittlerweile arbeiten dort Zehntausende Nordkoreaner für südkoreanische Unternehmen.

Doransan Station: Dies ist die letzte Bahnhaltestelle für Nordkorea. Dieser wurde komplett neu und sehr modern eingerichtet. Schon bald soll es hier einen regelmäßigen Zugverkehr mit Nordkorea geben.

 

Nationalsport Hiking: im Nationalpark und in Seoul

Hiking hat in Korea eine ganz besondere Bedeutung. Es ist quasi Nationalsport und wenn Du sonntagnachmittags an die frische Luft möchtest, musst Du unbedingt einen Wanderausflug machen. Die besondere Bedeutung des Wanderns kommt aber wohl eher daher, dass Korea ein wirklich sehr hügeliges Land ist. Und jeder Mensch der in Korea war und nicht mind. einmal wandern war, hat meiner Meinung nach echt etwas verpasst. Und du solltest sowohl in Seoul gehen als auch mind. einen dreitägigen Besuch in einem Nationalpark in Angriff nehmen. Das lohnt sich auf jeden Fall. Aber der Reihe nach. Zunächst sind wir nach drei Tagen Seoul – langweilig war uns dort nicht – erstmals auf einen der zahlreichen Berge in und um Seoul gegangen.

Hiking-Gebiete in Seoul

Sangaksan

Ganz in der Nähe von Seoul mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, liegt der Berg Sangaksan. Ich finde dieser Ort ist ein besonderes Highlight in Seoul. Denn nur knapp 45 Minuten vom Stadtzentrum entfernt befindet sich dieser wirklich tolle Berg. Du solltest schon einige Stunden einplanen um den Gipfel zu erklimmen. Vergiss nicht etwas zu trinken und auch eine Kleinigkeit zu essen mitzunehmen. Der Aufstieg ist sehr anstrengend, aber die Aussicht auf dem Gipfel entschädigt dafür und selbst meine Mutter und meine Patentante haben den Aufstieg mit über 60 Jahren immer noch geschafft. Der Abstieg ist sehr steinig. Du solltest also aufpassen denn die kleinen Kieselsteine an einigen Orten können sehr tückisch sein.

Dies ist tatsächlich ein ganz normaler Ausflug am Sonntagmittag. Die Wanderwege sehen dann tatsächlich so aus. Und der Ausblick auf die Metropole Seoul in Mitten der Natur ist natürlich super schön.

Also ein absolutes Muss für jeden Seoul-Besucher.

Genieß den Ausflug!

Gwanaksan

Ein weiterer wunderbarer Ort zum Wandern in Seoul ist Gwanaksan. Dieser Ort ist vom Zentrum noch besser zu erreichen und macht auch sehr viel Spaß. Also auch dies ist ein kleiner Tipp, wenn Du dich in Seoul ein wenig körperlich betätigen willst. Hierhin gelangst Du von der Metro-Station Seoul National University. Diese erreichst Du mit der grünen Metro-Linie 2. Von dort aus kannst Du laufen.

Tag 5-7 Hiking in einem der zahlreichen Nationalparks

Seoraksan – Nationalpark

Ab dem fünften Tag der Reise empfehle ich einen dreitägigen Aufenthalt in einem der zahlreichen Nationalparks in Seoul. Es ist unglaublich entspannend und wirklich toll gemacht. Bitte wundere Dich nicht, wenn nun andere Personen auf den Fotos sind, aber diesen Trip habe ich mit Freunden im Herbst unternommen. Mit meiner Familie mussten wir diesen Programmpunkt aussparen, da sich meine Mutter den Knöchel verstaucht hatte. Ich halte es aber wesentlich für einen Urlaub in Korea.

Such dir mit einigen Leuten am besten einen günstigen Ondol-Raum. Dies ist ein sehr traditioneller Raum mit Bodenheizung. Dort bekommst Du eine dünne Matratze und schläfst auf dem geheizten Boden. Das hört sich zunächst sehr ungewöhnlich an, aber ist in Südkorea ganz normal. Und nach einem Tag Hinking, leckerem Essen, traditionellem südkoreanischen Bad und jede Menge Soju kannst Du dort auf jeden Fall gut schlafen.

Der Seoraksan-Nationalpark liegt Taebaek-Gebirge welches im Osten Südkoreas in der Gangwon Region in der Nähe der Stadt Sokcho. Der Berg Seoraksan ist der dritthöchste Berg Koreas. Der Nationalpark mit seinen zahlreichen Bäumen ist am schönsten im Herbst. Zu dieser Jahreszeit haben die Bäume unglaubliche Farben und es ist ein wirklich toller Anblick.

Die Anreise erfolgt am besten und bequemsten mit dem Reisebus. Mit diesem bist Du ungefähr drei Stunden unterwegs.

Der Nationalpark hat zahlreiche Wanderrouten die wirklich schön sind. Suche Dir zu Beginn keine zu lange und schwere aus. Und fühle Dich nicht zu früh in Sicherheit denn die letzten 800 Meter geht es meist nur noch steil bergauf. Und das ist auch für gut trainierte Menschen eine Herausforderung. Der Anblick auf der anderen Seite entschädigt natürlich für die Mühen. Der Wind ist wirklich unglaublich auf den Bergen und Du wirst sehr durchgefroren wieder nach unten klettern.

Wenn Du gut trainiert bist und sehr motiviert, kannst Du mehr als eine Route pro Tag planen. In diesem Fall solltest Du aber auf jeden Fall sehr früh starten und nicht allzu lange Pausen machen.

Wer an den Tagen so viel leistet und so unterkühlt nach Hause fährt, muss die Abendplanung sehr genau vornehmen und Du solltest auf jeden Fall folgende Dinge tun. Zunächst besuchst Du ein traditionelles Bad in Korea. Dies ist ebenfalls ein fester Bestandteil der Kultur und nach einem Tag tiefgefroren in eines dieser Bäder zu gehen ist der absolute Hammer.

Das Betreten der Bäder ist nur nackt erlaubt. Und natürlich wird hier nach Geschlechtern getrennt gebadet. Normalerweise gibt es mehrere Schlammbäder, ein Salzwasserbad und einen großen Saunabereich in dem Du Dich wunderbar entspannen kannst. Insbesondere für Menschen mit Hautproblemen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis wirken diese Bäder wahre Wunder.

Anschließend gehst Du mit Deinen Freunden eine koreanische Suppe essen und bringt Euch mit Soju wieder in Laune. Nach einigen Flaschen Soju und Bier endet die Nacht normalerweise in einer Karaoke-Bar und auch am nächsten Tag wird es nichts mit dem frühen Aufstehen. Dennoch lohnen sich diese Programmpunkte auf jeden Fall, insbesondere wenn Ihr die Tage entspannen und Spaß haben wollt. Denn eine Route am Tag reicht auch vollkommen 😉

Tag 8 – 11 ab auf die Insel: Jeju-Do

Anreise

Die Flitterwochen-Insel im Süden Koreas darf natürlich nicht fehlen. Um dort hinzukommen, fährst Du bestenfalls direkt von Nationalpark zum Flughafen Gimpo in Seoul. Bevor der internationale Flughafen in Sincheon eröffnet wurde, war dies der Hauptflughafen für Korea. Heute wird er nur noch für Inlandsflüge, sowie Flüge nach Japan genutzt.

Aber um nach Jeju-Do zu kommen ist dies die angenehmste und günstigste Art zu Reisen. Die Flüge sind günstig und Du sparst einfach eine ganze Menge Zeit. Denn die Fahrt nach Busan und von dort mit der Fähre ist einfach zu viel. Wenn Du natürlich sowieso Busan mit in Deine Reise einplanst, kannst Du dies natürlich optimal verbinden. Dann sollte Dein Trip aber auch mindestens 18 Tage lang sein.

Auf jeden Fall gelangst Du problemlos dort hin.

Allgemeines zu der Insel Jeju-Do.

Die Endung „Do“ bedeutet Insel. Hierbei handelt es sich um eine subtropische Vulkaninsel südlich der koreanischen Halbinsel. Die Insel ist bei den Koreanern als Honeymoon-Insel bekannt. Traditionell verbringen hier frisch verheiratete Koreaner ihre Flitterwochen. Besonders gute Reisezeit für die Insel ist der Sommer. Denn dann ist es nicht so kalt und das Wetter ist wirklich toll. Wie auch immer war ich im Winter (Anfang Februar) dort. Aber auch zu dieser Jahreszeit ist es eine tolle Insel.

Die Insel besteht aus vulkanischen Gesteinen und beherbergt den größten Berg Südkoreas, Hallasan. Dieser Vulkan liegt in der Mitte der Insel und hat einen Kratersee.

Fortbewegung auf Jeju-Do

Ich empfehle auf jeden Fall vor Ort auf Jeju-Do ein Mietauto zunehmen. Dies ist eigentlich die beste Art sich auf der Insel fortzubewegen. Wenn Du alleine reist, bzw. mit jüngeren Menschen kannst Du auch einen Roller nehmen. Das funktioniert auch sehr gut. Bitte beachte, dass Du einen internationalen Führerschein brauchst um einen Mietwagen oder einen Roller zu mieten.

Unterkünfte

In Jeju-do gibt es zahlreiche Unterkünfte. Natürlich kannst Du vorher wieder bei Booking.com ein Zimmer reservieren. Wir haben es eher spontan gelöst und sind vor Ort auf die Suche gegangen. Das hat ebenfalls sehr gut geklappt und wir konnten uns einige schöne und bezahlbare Zimmer ansehen. Ich empfehle auch in einem Hotel zu bleiben, denn die Entfernungen sind wirklich überschaubar und wenn ´Du mobil (mit Auto oder Motorrad) unterwegs bist, ist es kein Problem abends wieder in dasselbe Hotel zu fahren.

Wir sind in der Jeju Myung Pension untergekommen. Hierbei handelt es sich um günstige kleine Häuschen mit Schlafzimmer und Küchenbereich. Diese sind vom Preis- Leistungsverhältnis absolut zu empfehlen.

Zum Booking.com – Link: hier klicken.

World-Cup-Stadium auf Jeju-Do

Wenn Du dort bist darfst Du auch nicht den Besuch des World-Cup-Stadions auf Jeju-Do verpassen.

Insgesamt fanden hier bei der WM 2002 drei Spiele statt. Unter anderem das Achtelfinale der deutschen Mannschaft gegen Paraguay (1:0). Seit dem Jahr 2006 trägt der Jeju United FC dort seine Heimspiele aus. Dieser Verein spielt in der höchsten Spielklasse der K League Classic in Südkorea.

Jeju Love Land

Bei dem Besuch von Jeju-Do ist der Besuch von Love Land auf jeden Fall Pflicht. Da die Insel als Flitterwocheninsel bekannt ist und Sex vor der Ehe für Frauen immer noch sehr verpönt ist, gibt es auf Jeju einen Park in dem sich alles nur um das eine dreht. Hierdurch sollen die jungen Frauen in einer lustigen Art und Weise aufgeklärt werden. In dem Park stehen ca. 140 Skulpturen die hierfür extra aufgebaut wurden.

Insbesondere ist es interessant ältere koreanische Frauen die kichernd durch diesen Park laufen zu beobachten. Und den ein oder anderen Schnappschuss wirst Du auf jeden Fall machen können 😉

Hafen und die Klippen

Auf einer Insel darf der Besuch eines der Häfen natürlich nicht fehlen, aber dies dürfte Dir ja eigentlich auch nicht wirklich passieren.

Ebenso obligatorisch ist natürlich der Besuch der Felsklippen, die das Meer und der Wind über Jahrtausende aus dem Lavagestein geformt hat. Ein wirklich toller Anblick. Hier werdet Ihr auch immer wieder koreanische Fischer vorfinden, die dort Muschel und andere Meeresfrüchte fangen und teilweise direkt zubereiten.

Tage 12-14 – Seoul

 

Ich finde drei Tage reichen für Jeju-Do. Auch wenn ich jetzt einige Sehenswürdigkeiten, wie den Teddy Bär Park, den Dongmun Market, Aqua Planet Jeju ausgespart habe. Die Insel ist sehr groß und es gibt auch hier ausreichend für eine Woche zu erkunden. Dennoch entschieden wir uns wieder nach Seoul zurückzufliegen.

In Seoul haben wir die letzten drei Tage verbracht. Dort gibt es ausreichend Möglichkeiten für Kultur, Ausgehen und Essen.

Bitte beachtet hier meine weiteren Tipps.

Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß auf Deiner Reise!

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Erfahrungsbericht zu Südkorea und Soul - Eine spannende Kultur, leckeres Essen und offene Menschen erwarten Dich.

Was muss ich über Südkorea wissen. - Richtig vorbereitet nach Südkorea und Seoul.

Unsere Rezepte aus Korea auf einen Blick - Original und lecker kochen.

Original koreanisches BBQ Bulgogi. - Gemütlich mit Freunden ein etwas anderes Raclette geniessen.

Tofu im Eiermantel. - Das etwas andere Tofu.

Original koreanisches Kimchi. - Originaler gehts nicht.

Hallo zusammen, schön, dass du da bist. Wir sind Jens und Dennis. Mit Kompass und Gabel in der Hand reisen wir durch fremde Länder und haben stets unsere Gabel in fremd und exotisch wirkenden Kochtöpfen. Komm doch einfach mit uns zusammen auf Tour. Blicke in unsere Berichte und Reportagen. Mehr über uns.

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