Urlaub in Kuba

Unterwegs in Kuba, Havanna, Vinalles, Trinidad und Santiago de Cuba

Urlaub in Kuba

Unterwegs in Kuba, Havanna, Vinalles, Trinidad und Santiago de Cuba.

Was soll man alles zu Kuba sagen? Ich fange dieses Mal anders als sonst, mit ein paar vorweggenommenen Fragestellungen an.

Bevor ich meine Reise nach Kuba begonnen habe, war Kuba das lang ersehnte Ziel in der Karibik. Es hieß man solle auf jedem Falle unbedingt jetzt nach Kuba und sich die Insel anschauen, bevor der Massentourismus und die Kommerzialisierung in das Land einfährt. Also hieß es für uns, ab nach Kuba.

Was soll man über Kuba sagen? Aus meiner Sicht ist Kuba, wie man so schön sagt, eine Reise wert. Aber steckt hinter dem Ruf mehr oder ist Kuba over-rated?

Zuerst einmal aus meiner ganz persönlichen Sicht. Was bietet Kuba? Wie ist das Preisleistungsverhältnis? Spürt man die Kultur und das Flair des Landes?

Für alle, die überlegen nach Kuba zu fliegen, die sollten sich gut überlegen, was sie denn von diesem Urlaub erwarten und auf wieviel Luxus ist man bereit zu verzichten? Eins vorweggenommen. Wer nach Kuba fliegt, um einen all inklusive Urlaub zu machen, der sollte es sich nicht so schwer machen. Aus meiner Sicht gibt es für einen Pauschalurlaub inklusive buntes Armbändchen näher gelegene Ziele, mit einem eindeutig besseren Preisleistungsverhältnis. An dieser Stelle mal ganz ehrlich, wie viele plastikarmbandtragende all inklusive Urlauber, die mit Mojito gefüllten Plastikbechern bewaffnet durch die Hotelanlage schlendern, sind denn wirklich an der Kultur und den Menschen in dem jeweiligen Urlaubsland interessiert? Es ist ja nichts Verwerfliches an dieser Art von Urlaub, aber hierfür bietet Kuba aus meiner Sicht ein schlechtes Preisleistungsverhältnis und der Pauschaltourismus hilft dem Land leider in seiner Entwicklung nicht wirklich weiter. Für alle, die gerne mit dem Rucksack bewaffnet in einfachen Unterkünften Urlaub machen, für die ist Kuba genau das Richtige. Casa Particulares, so heißen die Hostels von Kuba. Privatvermietete Wohnungen, Apartments und Zimmer werden meist von Familien angeboten und können gegen einen fairen Preis günstig gemietet werden. Unschwer am blauen H vor der Tür gekennzeichnet bieten die meisten Casa Particulares keinen besonderen Luxus, sind jedoch fast ausnahmslos sauber und liebevoll von den Vermietern geführt. Wir haben stets gerne in einer Casa Halt gemacht.

Es wäre unfair, wenn ich einen Preisleistungsvergleich zwischen Kuba und Südostasien machen würde. Kuba und somit auch die Preisbildung kommen aus einem vollkommen anderem wirtschaftlichen Hintergrund als die meisten südostasiatische Länder. Vernachlässigt man diesen Hintergrund für einen kurzen Moment, dann muss ich sagen, dass die Leistungen im Verhältnis zum Preis nicht überzeugend sind. Aber dennoch muss man anführen, dass das Reisen in Kuba einem normal verdienenden Mitteleuropäer nicht in den Ruin stürzt, aber mit einem Budget von 1500-2000€ für drei Wochen sollte man schon rechnen.

Starten wir aber mit unserem Erfahrungsbericht. Wir haben uns für Eurowings entschieden und konnten über Opodo einen sehr günstigen Direktflug von Köln nach Varadero erhaschen. Für 503€ sind wir nach Kuba gelangt. Natürlich hat der Flug keinen besonderen Luxus geboten. Die Getränke außerhalb der Reihe mussten selbst gezahlt werden und auch das Entertainmentprogramm war sehr eingeschränkt. Aber dies war für uns nicht besonders schlimm, so hatten wir genug Zeit eine Mütze voll Schlaf zu tanken und die geplante Route noch mal durchzugehen. Habt ihr noch Fragen rund um die Themen Reisezeiten, Visum, Banken, Versicherungen und Geld oder wollt ihr euch ein wenig in die Geschichte von Kuba einlesen, dann schaut gerne in unseren Vorbereitungsbericht rein.

Unsere Reise durch das heutige Kuba

Schau Dir zunächst unser Urlaubsvideo an, um einen guten Eindruck zu bekommst was Dich erwartet.

Unsere geplante Route sollte uns von Varadero (2Tage), Vinalles (2Tage), zurück nach Havanna (2Tage), über Trinidad (4Tage) und Camagüey (1Tag), nach Santiago de Cuba (3Tage) und Guardelavaca (3Tage) zurück nach Varadero bringen. Wir waren also fast drei Wochen in Kuba unterwegs und sind vom Norden in den Westen und zum Schluss in den Osten von Kuba gereist.

Falls ihr nicht so lange Zeit habt, dann kann aus meiner Sicht die Reise ohne weiteres für einen zwei Wochen Trip angepasst werden. Hierfür würde ich einfach den Aufenthalt in Varadero auf das nötigste beschränken und bei Trinidad, Santiago de Cuba und Guardelavaca jeweils 1-2 Tage kürzen.

 Ankunft in Varadero

Varadero Hardfacts:

  • Varadero liegt auf der ca. 20km langen Halbinsel Hicacos.
  • 20km ununterbrochener Sandstrand
  • Riesige Massen an Pauschalhotels und all inklusive Urlauber
  • Viele Freizeit- und Partymöglichkeiten
  • Keine Nennenswerten Sehenswürdigkeiten und kein Kuba-Flair

Unseren Flug von Köln direkt nach Varadero konnten wir wie gesagt gut mit Routenplanungen und dem ein oder anderen Schläfchen hinter uns bringen und sind nach knapp 10 Stunden Flug gesund und munter am beschaulichen Flughafen von Varadero angekommen. Wie an jedem ausländischen Flughafen hieß es auch für uns ein passendes und halbwegs preiswertes Taxi finden. In Kuba nicht ganz so einfach, da die Preise zwischen den Taxifahrern sehr gut abgesprochen sind. Nachdem wir ein passendes Vehikel gefunden hatten ging es standesgemäß, in unserem ersten kubanischen Oldtimer, auf zum Hotel. Zur Akklimatisierung hatten wir uns vorgenommen 2 Nächte in Varadero zu bleiben. Im Nachhinein hätten wir auch direkt weiterfahren können oder nur eine Nacht in der Pauschalhotelhochburg Varadero bleiben sollen. Aber gut, was ist das ist, also haben wir das beste daraus gemacht und haben uns den ersten Mojito an der Bar gegönnt und in das wilde Treiben des Hotels eingefügt. Unser Hotel das Melia Peninsula war sehr weitläufig und lag an einem sehr schönen Strandabschnitt.

Nach dem ersten Tag am Hotel, haben wir uns am nächsten Tag aufgemacht eine Weiterfahrt nach Vinalles zu organisieren und haben uns die das kleine Städtchen Varadero genauer angesehen. Was wir gesehen haben, dass kann man mit zwei Worten sehr gut beschreiben. Pauschaltourismus pur. Man findet neben den typischen Souvenirshops, die ein oder andere Bar und Diskothek und reichlich fahrbereiter Taxifahrer.

Leider hatte die örtliche Busstation schon geschlossen und wir konnten uns kein Ticket für die Weiterreise kaufen. Die Busstation der in der Calle 36 hat nur bis 16Uhr geöffnet und es bietet sich an das Ticket einen Tag vor der Abreise zu kaufen. Die Fahrt mit dem Bus kostet von Varadero nach Vinalles ca. 22Cuc/€ pro Person. Wir mussten also anstatt mit den öffentlichen Bussen mit einer anderen Möglichkeit schauen.

Am Ende des Tages konnten wir uns in Varadero umschauen und haben einen sehr sympathischen Fahrer nach Vinalles gesucht. Den Rückweg sind wir, wie auf dem Hinweg, in einem der dort verkehrenden Doppeldecker Touristenbusse angetreten und haben den restlichen Abend bei einer Auswahl an Musicals und alkoholischen Getränken verbracht. Je später der Abend desto besser wurden erschreckenderweise auch die Aufführungen im Hotel ; – )

 Im grünen Tal von Vinalles

Vinalles Hardfacts:

  • Nationalpark und Weltnaturerbe der Unesco
  • Eine der größten Tabakanbaugebiete der Welt
  • U.a. Herkunftsort der Zigarren Cohiba, Monte Cristo und Romeo&Julia
  • Eines der schönsten ländlichen Gebiete Kuba´s
  • Touristisch sehr erschlossen und dennoch mit vielen authentischen kubanisches Augenblicken
  • Viele aktive Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Radfahren, Reiten und geführte Touren durch das Tal
  • Ein Muss für Kuba

Auf, auf ins ländliche Kuba. Wir haben uns früh aus den Federn gequält und sind pünktlich von unserem Fahrer in einem Cabrio abgeholt worden. Leider kamen wir nur die halbe Strecke in den Genuss mit dem Cabrio zu fahren. In Havanna wurde spontan ein zweiter Fahrer für die Strecke von Havanna nach Vinalles gesucht.
Leicht überrascht über den Fahrerwechsel sind wir jedoch bereitwillig in das nächste Taxi gestiegen und wurden direkt in unserer Casa la Cabana abgesetzt. Diese Casa wurde uns bereits von Freunden aus Deutschland empfohlen. Mit hohen Erwartungen an die angepriesenen Kochkünste unseres Gastvaters Obel, haben wir unsere Bestellungen für das erste (hoffentlich gute) Abendessen in Kuba aufgegeben. Und ich muss sagen, wir wurden nicht enttäuscht. Der extrem liebe und aufmerksame Gastpapa Obel ist eine Koryphäe am Herd. Mit einem zweiflammigen Herd hat er all unsere Gerichte auf den Punkt gebracht. Es war ein Vergnügen sich mit Obel über die gastronomischen Zustände in Kuba zu unterhalten. Wir haben gemeinsam mit Obel gekocht, gelacht und konnten sogar das ein oder andere Rezept von ihm abstauben. Was uns natürlich umso mehr gefreut hat. Schaut aber gerne in unserer Rezeptecke vorbei.

Nach einem sehr schönen Abend mit Zigarren und einem guten Essen sind wir für einen kurzen Abstecher in die „Innenstadt von Vinalles“ gegangen. Auf der Plaza de Musica haben wir an dem dort liegenden Hotspot erst mal unsere Emails und Nachrichten gecheckt. Ja ihr habt richtig gehört. In Kuba gibt es kein mobiles Internet. Nur an bestimmten öffentlichen Plätzen oder in den großen Hotels gibt es Hotspots von ETECSA, dem staatlichen Anbieter. Wie das genau funktioniert haben wir euch hier beschrieben…

Was soll man sagen, in Vinalles ist so einiges los. In der Innenstadt begegnet man Einheimische als auch zahlreichen Touristen. Für den ein oder anderen Plausch ist hier definitiv der richtige Platz. Dennoch ist Vinalles sehr übersichtlich. Auf den Straßen wird man jedoch immer wieder von Verkäufer angesprochen, welche Reittouren und Ausflüge ins Vinalles Tal anbieten. Wir haben eine Tour direkt über unsere Casa gebucht und waren im Großen und Ganzen sehr zufrieden damit.

Am nächsten Morgen ging es für uns sehr früh los. Wir hatten einen langen und hoffentlich schönen Tag im Tal von Vinalles vor uns.

Gestartet haben wir mit einer Besichtigung in einer örtlichen Zigarrenfabrik. Dort wurden wir von einer netten Kubanerin rumgeführt und uns wurde gezeigt wir der Tabak getrocknet wird und wie im Anschluss die Fertigung einer Zigarre abläuft.

Es war sehr interessant zu beobachten, wie die Damen unermüdlich dabei waren eine Zigarre nach der anderen zu drehen.

Im Anschluss daran haben wir unsere Pferde gesattelt und sind stolz wie Oscar durch das grüne Tal geritten. Anfangs haben wir noch etwas mit den Pferden kämpfen müssen, aber wenn man ehrlich ist, dann kannten sich Pferde auch ohne Zutun hervorragend aus und haben uns sicher ans Ziel gebracht. Das Tal von Vinalles gehört nicht zu meinen persönlichen Favoriten auf der Welt, aber im Verhältnis zu der restlichen Landschaft von Kuba ist es hier sehr schön und bietet für das Auge reichlich Abwechslung. Selbstverständlich haben wir bei einem Tabakbauern ein paar Zigarren gekauft und für eine Pina Colada haltgemacht.
Im Laufe des Tages sind wir mit unseren Pferden durch das Vinalles Tal geritten und vom Anbau von Tabak, Obst und Gemüse zu einem wunderschönen Aussichtspunkt gekommen, an dem wir unseren Tag mit einigen Mojitos ausklingen lassen haben. Nach und nach stießen weitere Touristen zu uns und so haben wir den schönen Tag mit guten Gesprächen und liebenswürdigen Menschen zu Ende gehen lassen.

 Das historische Havanna

Havanna Hardfacts:

  • 1514 gegründete Hauptstadt von Kuba
  • Ca. 2,1 Mio Einwohner
  • Architektonisch wunderschöne Stadt im Kolonialstil
  • Die Altstadt Habana Vieja und Habana Centro laden zu traumhaften Spaziergängen ein
  • Ein Olymp für jeden Oldtimerfan
  • Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Malecon, Museo de Revolucion, Plaza de la Catedral usw.
  • Ein absolutes Muss für Kuba

Unser nächstes Kuba Highlight stand auf unserer Agenda. Havanna, dass absolute Kontrastprogramm zum grünen Vinalles. Havanna eine Stadt der Gegensätze. Zum einen die Prunkvollen Bauten und Oldtimer aus den ruhmreichen Zeiten und zum anderen die sehr verkommenen Straßenzüge und zahlreich zu entdeckenden verrottenden Häuser. Aber genau diese Gegensätze haben für mich den Charme von Havanna ausgemacht.
Wir haben zum Glück in unserer Casa Penthouse Vista del Cristo sehr zentral gewohnt und konnten viele typische Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Dennoch haben wir uns für eine bessere Übersicht eine Rundfahrt in einem der zahlreichen Oldtimern gegönnt. Mit einem guten Überblick von Havanna haben wir uns von unser Casa in Richtung Museo de la Revolucion gekämpft. Das Museo de la Revolucion bietet einen sehr interessanten Einblick in die Welt von Fidel Castro, Che Guevara und co. Insofern man die Schlange vor dem Museum hinter sich gebracht hat.
Um die „Verbundenheit“ (und für manche die Propaganda) zur kubanische Revolution kommt man ohnehin in Kuba nicht vorbei. In jeder Stadt gibt es zum Beispiel einen Plaza de Revolucion an dem die Helden der Revolucion mit riesigen Abbildern gehuldigt werden. Nach ein paar Tagen in Kuba hat man sich an die Götzenhaften Abbilder auch schon gewöhnt und macht sich keine weiteren Gedanken mehr über das Für und Aber der Revolution.
Auf einem Spaziergang durch Havanna kann man unglaublich schöne Anblicke von Oldtimern und historischen Gebäuden aufnehmen und Zuhause mit den aufgenommenen Fotos gleichermaßen Angeben. Wir haben wie auf jeder unserer Reisen die Atmosphäre auf uns wirken lassen und sind im Fluss der Stadt mit geschwommen.
Dabei haben wir von touristischen Schauplätzen wie das Museo de la Revolucion oder das Floridita (quasi Hemmingways Stammkneipe) auch sehr schöne Momente des normalen kubanischen Lebens aufnehmen und auf uns wirken lassen können.
Für mich die beste Art und Weise eine neue Stadt kennenzulernen. Stresst euch nicht und legt ruhig mal den Reiseführer aus der Hand. Vielleicht kommt ihr dann auch wie wir in ein Gespräch mit den Putzfrauen eurer Casa. Es war erfrischend und wunderschön sich mit ihnen zu unterhalten. Das Leben zu genießen und zufrieden zu sein mit dem was man besitzt. Das konnten auch wir mal wieder hautnah spüren. Danke Maria.
Selbst verständlich haben wir die Abende mit Mojitos ausklingen lassen und haben unsere erste Cubanstyle Pizza probiert. Eine etwas andere Interpretation einer Pizza, mit einem recht weichen Teig, aber der zur Not frisst der Teufel ja bekanntlich Fliegen.
Am nächsten Morgen sind wir mit Bus vom Hotel San Miguel weiter nach Trinidad gereist. Die Busfahrkarte haben wir uns in unmittelbarer Umgebung von Hotel gekauft.

 Die Zuckerbarone von Trinidad

Trinidad Hardfacts:

  • Einmalige Stadt dessen reichtum aus dem Anbau von Zucker stammt
  • Mit ca. 40.000 Einwohnern sehr überschaubar und Unesco Welterbestätte
  • Charme aus den wohlhabenden Jahren des 19Jh. ist größenteils erhalten geblieben
  • Sehr schöne originale kopfsteinpflasterdurchzogene Straßen und Gassen
  • Entspannungsmöglichkeiten am Ancon Beach. Einer der schönsten Stände an der Südküste Kuba´s
  • Sehenswürdigkeiten wie Plaza Mayor, Ancon Beach, Naturpark Topes de Collantes
  • Ein absolutes Muss für Kuba, welches aber mit 2 Übernachtungen ausreichend erkundet werden kann

In Trinidad angekommen sind es die wundervollen kleinen und schönen Straßen, welche einem den Atem rauben. Das bunte Treiben von Backpackern und gleichermaßen Einheimischen prägt das Bild der kleinen beschaulichen Gassen.
Als Herz von Trinidad können eigentlich zwei Plätze genannt werden. Zum einen den Parque Cespedes und zum anderen den Plaza Mayor. Am ersten kann man gemütlich unter Bäumen sitzen und es den Kubaner gleichtun und im dortigen Internethotspot von ETECSA seine Nachrichten checken und das erste traumhafte Foto von Trinidad an seine Lieben in Deutschland schicken.
Das Plaza Mayor erwacht mit der untergehenden Sonne immer mehr zum Leben. Als Ausgangspunkt für alle Nachtschwärmer in Trinidad kann man hier gemütlich bei einem Cocktail auf den Treppen sitzen und der Live Musik lauschen. Wer Lust hat, der kann hier sehr schnell Anschluss an die ein oder andere illustre Gruppe finden.
Bevor es mit den kubanischen Nationalgetränken und einer Cohiba losgeht, haben wir im Paladar für ein leckeres Abendessen haltgemacht. Das Paladar ist ein sehr schön und freiläufig eingerichtetes Restaurant direkt am Fuße des Plaza Mayor. Probiert es gerne aus. Ihr werdet begeistert sein.
Nach einer kleinen Stärkung und einem Mojito hat uns ein ganz besonderer Club in Trinidad zum Feiern eingeladen. The Cave liegt wie sein Name schon verrät in einer Höhle in Trinidad und bietet die richtige Plattform für eine ausgelassene Feier.
Der Abend war lang und die ersten Sonnenstrahlen haben uns früh aus unserer Casa Club de amigos geweckt. Es hieß schnell frühstücken und ein paar Kleinigkeiten für unseren Ausflug in den Parque Caburni besorgen. Leider gestaltete sich unser Einkauf etwas schwieriger als gedacht. Volle Regale in Kuba sind nicht immer an der Tagesordnung. So trafen wir auf unserer Suche nach Proviant auf leere Regale in einen der örtlichen Supermärkte. Die letzten beiden Tüten Chips gehörten uns und damit ging es auf in den Parque Caburni. Der Park ist einer von drei großen Wanderrouten in Trinidad, an dessen Ende ein verlockender Wasserfall zum Schwimmen ruft.
Der Weg zum Wasserfall führt durch den Wald, verlangt nach festem Schuhwerk und ein wenig Kondition. Der Abstieg ließ sich noch relativ gut meistern und ging recht flott. Der Aufstieg hatte es jedoch in sich. Die ein oder andere kleine Verschnaufpause sollte man einplanen. Aber keine Angst am Ende des Aufstiegs wartet ein kleiner Verkaufsstand mit kühlen Getränken auf euch.
Und selbstverständlich mussten wir diese nette Oma eines Fotos würdigen 🙂
Die nächsten zwei Tage haben wir im Treiben von Trinidad verbracht und auch mal die Füße am berühmten Ancon Beach ins Wasser gehalten. Zum Strand kann man zum einem mit dem Bus für 2€ pro Person oder mit einem Taxi für 8€ fahren. Wir haben uns hier für ein sogenannten Taxi Collectivo entschieden und die 8€ mit anderen Fahrgästen gemeinschaftlich geteilt. Der Ancon Beach ist für kubanische Verhältnisse ein sehr schöner und breiter Sandstrand. Am Ancon Beach kann man den Tag sehr schön an sich vorbeiziehen lassen und die wohltuende Sonne genießen.

Nach aufregenden Tagen in Trinidad wollten wir mit dem Viazul Bus über Camagüey nach Santiago de Cuba weiterreisen. Es bietet sich bei jedem staatlichen Busunternehmen in Kuba an, dass ihr euch die Tickets schon an Tag vorher kauft. Die Tickets sind schnell vergriffen, da insbesondere von Trinidad nach Santiago de Cuba keine anderen Busunternehmen verkehren.

Also mit den Tickets in der Hand ging es mit dem Bus weiter nach Camagüey.

 Zwischenstop in Camagüey

Camagüey Hardfacts:

  • Eine sehr schöne verwinkelte und saubere Stadt
  • Mit ca. 330.000 Einwohnern die viert größte Stadt und Unesco Welterbestätte
  • Leider mit überproportional vielen Schleppern, welche dich gerne auf deutsch ansprechente Kuba´s
  • Viele Kultur- und Sehenswürdigkeiten
  • Für mich eine sehr gute Alternative, um zwischen dem Westen und Osten Zwischenstopp zu machen

Viel Zeit hatten wir in Camagüey leider nicht. Wir sind gegen frühen Abend angekommen und sehr freundlich in unserer Casa Rocola Club begrüßt worden.

Für einen kurzen Abstecher in die Stadt waren wir, aus unserer Sicht, verpflichtet. Wir waren zwar sehr müde, aber gleichermaßen hungrig. Also sind wir dem sehr guten Tipp unser Casa gefolgt und sind im El Carmen eingekehrt. Dieser Tipp stellte sich sehr schnell aus absoluter Geheimtipp heraus. Im El Carmen verkehrten nur Kubaner, was sich dementsprechend auf die Preise ausgewirkt hat. Wir hatten in keinem kubanischen Restaurant bisher so günstig und gut gegessen. Ein kleiner Hinweis von uns. Zieht euch nicht zu dünn an. Das Restaurant wird, mit seiner anscheinend gut funktionierenden Klimaanlage, auf arktische Temperaturen runtergekühlt.

Leider waren wir nur für einen Zwischenstopp in Camagüey, sodass wir nur einen kleinen Einblick in die sehr saubere und schöne Stadt erhaschen konnten. Camagüey zählt für mich persönlich zu den saubersten Städten in Kuba und ist touristisch bisher weniger erschlossen.

Den Abend haben wir zusammen mit dem sehr lieben Pärchen verbracht, welches für unser Wohl in der Casa zuständig war. Hierfür noch mal unseren besten Dank an Maykel, Krasnaia und den Rocola Club.

Ganz im Gegensatz zur Innenstadt, glänzt der Busbahnhof von Camagüey nicht mit seiner Schönheit und Pünktlichkeit. Mit einiger Verspätung von sind wir wieder mit dem Viazul Bus nach Santiago de Cuba aufgebrochen.

 Santiago de Cuba

Santiago de Cuba Hardfacts:

  • Ehemalige Hauptstadt von Kuba
  • Mit ca. 500.000 Einwohnern eine sehr karibisch angehauchte Stadt
  • Top-Sehenswürdigkeiten wie das Grab von Fidel Castro
  • Für mich eine vollkommen überbewertete, lärmende und stinkende Stadt

Santiago de Cuba. Kubanische Authentizität und das Grab von Fidel Castro haben uns so weit in den Osten von Kuba gelockt. Hätten wir es nur vorher besser gewusst.

Für mich persönlich bis auf ein paar Ausnahmen eine große Enttäuschung. Nach einem sehr langen und wenig schönen Spaziergang durch die Stadt, haben wir uns entschlossen eine Stadtrundfahrt zu machen, sodass wir wenigstens auf diese Weise ein paar schöne Stellen der Stadt entdecken.

Mit dem Taxi unterwegs haben wir das recht unspektakuläre Grab von Fidel Castro besichtigt und konnten zum Ende des Tages tatsächlich noch einen sehr schönen Sonnenuntergang über Santiago de Cuba genießen.

Ein wenig vom Sonnenuntergang besänftigt haben wir tags darauf noch ein paar schöne Ecken entdeckt und konnten sehr schöne Einblicke auf einem örtlichen Markt bekommen.

Nichtsdestotrotz haben wir uns entschlossen früher als geplant abzureisen. Zu unserer Enttäuschung hieß es nur für eine kurze Zeit Abschiednehmen. Wir hatten noch einen inländischen Flug von Santiago nach Havanna gebucht. Dies stellte sich später als eine kleine Abenteuerreise heraus. Aber dazu später mehr.

Wir möchten an dieser Stelle auch unsere Casa nicht weiter bewerben, da diese wie Santiago de Cuba weit hinter seinem Versprechen blieb.

Mit dem Taxi ging es dann endlich weiter nach Guardalavaca. Wir wollten wieder Sand zwischen den Zehen spüren und die letzten Tage auf Kuba ganz entspannt am Strand verbringen.

 

 Guardalavaca

Guardalavaca Hardfacts:

  • ca. 50km nordöstlich der Provinzhauptstadt Holguin
  • An einigen Stellen mit vielen Hotelanlagen übersät
  • Am Rande der Hotelanlagen punktet Guardalavaca mit naturbelassenen und traumhaften Stränden
  • Für mich die schönsten Strände Kuba´s und Zeit für Entspannung, aber die richtige Casa und Ort muss gut gewählt sein

Zahlreiche Restaurant und Clubbing…nicht in Guardelavaca. Und das war auch gut so. Guardalavaca besticht durch seine Originalität und einem sehr schönen und naturbelassenen Sandstrand. Neben ein paar Pauschalhotels, dessen Gäste man nie zu Gesicht bekommt, ist man zum Glück am öffentlichen Strand von Guardelavaca viel unter Kubanern.
Wir waren nach Santiago de Cuba wieder auf der Sonnenseite von Kuba angekommen. Eine traumhafte und herzlich geführte Casa hieß uns in Kuba wieder willkommen. Die Tage am wunderschönen Sandstrand vergingen wie im Flug und die hervorragend gemixten Cocktails an unserer Lieblingsbar schmeckten jetzt umso besser. Irgendwann hieß es dann von unseren neuen Freunden Abschiednehmen.

Mit dem Taxi ging es um 3Uhr morgens zurück in Richtung Santiago de Cuba und mit dem Flieger weiter nach Havanna.

Ich habe noch nie so dichten Nebel wie auf unserer Taxifahrt nach Santiago de Cuba gesehen. Während meine Mitfahrer seelenruhig geschlafen haben, konnte ich lernen, wie schnell man ein Auto mit dem Kopf aus dem Fenster fahren kann. Ich weiß nicht was es gegen solch einen dichten Nebel bringt oder dem Fahrer es einfach nur Spaß gemacht hat seinen Kopf während der halben Strecke aus dem Fenster zu halten. Aber wir sind nach 5 Stunden Fahrt über Feld und Wiesen gesund und munter am Flughafen angekommen. Der Flug nach Havanna und anschließend über Varadero zurück nach Köln verlief zu unserem Glück dann reibungslos. Ich hatte ja auch eine Menge Schlaf nachzuholen ….

 Mein persönliches Fazit

Also was soll ich aus meiner Sicht zu einem Urlaubsland wie Kuba sagen. Es waren die letzten Tage unserer Reise, welche für mich ganz besonders waren. Ich habe die Zeit in Guardalavaca mehr als nur genossen. Jens hat neue Freunde und ich die Partnerin fürs Leben gefunden. Daher mag mein leicht rosaroter Blick auf Guardalavaca und Kuba von den zahlreichen Schmetterlingen in meinem Bauch beeinflusst sein, aber eben diese Tage haben Kuba für mich noch mal in das richtige Licht gerückt. Kuba hat uns mit seinen Menschen herzlich willkommen geheißen, uns in seine Armen genommen, mit uns gelacht, weggestoßen und wieder aufgeholfen. Danke für diese einzigartigen Erfahrungen.

Danke Kuba. Ohne dich hätte ich nicht den Menschen gefunden, der mich heute auf eine so besondere Art und Weise ergänzt und bereichert, die ich mir nie hätte vorstellen können.

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Hallo zusammen, schön, dass du da bist. Wir sind Jens und Dennis. Mit Kompass und Gabel in der Hand reisen wir durch fremde Länder und haben stets unsere Gabel in fremd und exotisch wirkenden Kochtöpfen. Komm doch einfach mit uns zusammen auf Tour. Blicke in unsere Berichte und Reportagen. Mehr über uns.

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